News

Holzheizkraftwerk Haltikon: Beschwerde klar abgewiesen

agroenergie rigi energiezentrum

Das Verwaltungsgericht Schwyz hat die Beschwerde gegen das geplante Holzheizkraftwerk auf dem Schilliger-Areal in Haltikon in allen Punkten abgewiesen.

Küssnacht. - Die Gemeinde Udligenswil und Private haben vor einem Jahr ihre Beschwerde gegen den Bau des Holzheizkraftwerks Haltikon der Agro Energie Rigi an das Verwaltungsgericht weitergezogen, nachdem die Regierung die Beschwerde abgewiesen hatte. Dem 54-Seiten starken Urteil kann entnommen werden, dass die Beschwerde vollumfänglich und in allen Punkten nun auch vom Verwaltungsgericht abgewiesen wurde. „Das Gericht hält klar fest, dass das Holzheizkraftwerk zonenkonform und umweltverträglich ist und es mit seiner Energieleistung die Energie-Strategie des Bundes, des Kantons Schwyz und der Region unterstützt“, hält Baptist Reichmuth, der Initiant der Agro Energie Rigi, fest.

Beschwerde-Legitimation in Frage gestellt

Neben dem relevanten öffentlichen Interesse am Bau eines Holzheizkraftwerkes in dieser Grössenordnung wird zudem die Rolle der Gemeinde Udligenswil im Beschwerdeverfahren beleuchtet. «Das vorliegende Urteil stellt die politische Rechtfertigung der Gemeinde Udligenswil als Beschwerdeführerin infrage», fasst Reichmuth weiter zusammen. Dadurch wird die Haltung der Agro Energie Rigi gestützt, welches von Beginn weg von der Einsprache durch die Gemeindebehörden von Udligenswil befremdet war.

Klar umweltverträglich

Das Verwaltungsgericht stellt fest, dass die Bewilligungsbehörden das Vorhaben kritisch geprüft und bei Bedarf weitere und umfangreiche Abklärungen verlangt haben. Dabei sind sie auf keinen Anlass gestossen, der die Umweltverträglichkeit des Projekts in Frage stellt. «Vielmehr wird die Umweltverträglichkeit ohne Wenn und Aber bestätigt», sagt Reichmuth. Im Übrigen wird festgestellt, dass das Projekt auch dem gebotenen Vorsorgeprinzip entspricht. Keine Verfahrensfehler Das Verwaltungsgericht stellt auch fest, dass das Bewilligungsverfahren fehlerfrei durchgeführt wurde. Auch wird verschiedentlich festgehalten, dass sich der Regierungsrat bezüglich der Grenzbereinigung des Areals ausführlich und genügend mit den Einwendungen der Gegner auseinandergesetzt hat.

Klares Urteil

«Durch das klare Urteil erhoffen wir uns, dass die Beschwerdeführer die Rechtmässigkeit und das öffentliche Interesse am Holzheizkraftwerk anerkennen und von einem Weiterzug an das Bundesgericht absehen», sagt Reichmuth abschliessend. «Das würde für uns bedeuten, dass wir bestenfalls im Spätherbst mit dem Bau des modernsten Holzheizkraftwerks der Schweiz beginnen könnten».

02.02.2017

Agro an der gwärb'15

An der Gewerbeausstellung Küssnacht vom 15. bis 17. April 2015 im Ebnet ist die Agro Energie Rigi als Co-Sponsor mit einer Solargarage und einem Stand präsent. Hier können Sie Fragen stellen und sich direkt vor Ort mit den Projektverantwortlichen über das geplante Heizkraftwerk in Haltikon unterhalten.

Besuchen Sie uns am Stand Nr. 407, und informieren Sie sich aus erster Hand, wie ein Heizkraftwerk funktioniert und was es der Region Küssnacht bringt.

14.04.2015

Baubewilligung für Energiezentrum erteilt

agroenergierigi news schilliger

Die Baubewilligung für das Energiezentrum Haltikon ist erteilt: Mit neuster Technologie kann nun Ökostrom für den Schweizer Markt und CO2-neutrale Wärme für die Region produziert werden.

Haltikon – Das Energiezentrum Haltikon produziert aus dem Restholz des Sägereibetriebes Schilliger Holz AG mit einem Holzkraftwerk Ökostrom, der ins Schweizer Stromnetz eingespiesen wird und als Nebenprodukt Fernwärme für die umliegenden Dörfer. Bereits gegen 400 Haushalte in Küssnacht und 60 in Udligenswil haben sich für den Anschluss an das Fernwärmenetz angemeldet. Die Übernahme des Fernwärmenetzes in Greppen durch die Agro Energie Rigi ist vorbereitet. Für diese Interessenten dürfte die Nachricht erfreulich sein. Denn damit wurden die Einsprachen gegen das eingereichte Baugesuch vom Bezirksrat Küssnacht abgelehnt und die Baubewilligung erteilt. Wird die Beschwerdefrist nicht genutzt, kann gebaut werden. «Uns ist bewusst, dass ein Projekt in dieser Grössenordnung der Erklärung bedarf. Aber das liegt in der Natur der Sache, wenn man etwas ganz Neues wagt», sagt Initiant Baptist Reichmuth.

Bereits Grosses bewirkt
Der Schwyzer Baptist Reichmuth hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es möglich ist, ein Projekt dieser Grössenordnung erfolgreich umzusetzen. Er hat zusammen mit strategischen Partnern die Agro Energie Schwyz AG gegründet und in Zusammenarbeit mit einem ausgewiesenen Fachteam das Energiezentrum Wintersried in Ibach bei Schwyz aufgebaut. Dort wird aus Restholz und Biomasse aus der umliegenden Region Wärme und Strom für den Talkessel von Schwyz produziert. Über 4'500 Haushaltungen und Betriebe beziehen ihre Wärme von dort. Das Unternehmen hat sich etabliert. Im Rahmen einer laufenden Netzverdichtung wird die Anzahl der Anschlüsse noch ständig zunehmen. Parallel dazu läuft der Ausbau des Fernwärmenetzes nach Morschach sowie die Planung eines weiteren Ausbaues Richtung Steinen.

Idealer Standort

Warum ist Haltikon so geeignet für ein Holzkraftwerk? «Hier befindet sich mit der Schilliger Holz AG der grösste Sägereibetrieb der Schweiz, wodurch eine grosse Menge Restholz vor Ort anfällt, die durch das neue Holzkraftwerk direkt verwertet werden kann. Zudem bietet der bereits vorhandene betriebseigene Wärmeverbund eine Grundauslastung des Kraftwerkes», erklärt Baptist Reichmuth. Das anfallende Restholz wird durch regionales Altholz und frische Waldhackschnitzel als Rohstoff für die Energieproduktion ergänzt.

Weniger Lastwagenfahrten

Und welches Interesse hat die Schilliger Holz AG an diesem Holzkraftwerk? «Unser altes Heizkraftwerk muss ersetzt werden. Mit dem zukunftsorientierten Projekt der Agro Energie Rigi können wir unser Restholz vor Ort verwerten und den bewährten Wärmeverbund weiterhin nutzen», sagt Ernest Schilliger, Geschäftsführer der Schilliger Holz AG und Mitinitiant des Projektes. «Zudem fällt dadurch eine grosse Anzahl an Lastwagenfahrten weg und die Wertschöpfungskette des Werkstoffes Holz wird sinnvoll geschlossen», ergänzt er.

Regionale Wertschöpfung

Für den Bau des Holzkraftwerkes in Haltikon und des Fernwärmenetzes werden 80 Mio. Franken investiert. Wie auch in Schwyz erfolgt die Realisierung des Projektes mit lokalen und regionalen Partnern, womit die Wertschöpfung direkt vor Ort bleibt. «Zudem fällt bei der Verwendung von regionalem Holz als Rohstoff die Wertschöpfung hier an. Ganz im Gegensatz zu Heizöl oder Erdgas, wo Millionen von Franken aus der Region ins Ausland abfliessen», sagt Baptist Reichmuth. Mit dieser alternativen Energieproduktion können in der Region Küssnacht pro Jahr über 7,5 Mio. Liter Heizöl eingespart und der CO2-Ausstoss deutlich reduziert werden. Die Agro Energie Rigi schafft mit dem Energiezentrum Haltikon 15 bis 20 qualifizierte neue Stellen.

14.04.2015 

Agro Energie übernimmt Fernwärmenetz Greppen

Die Agro Energie Rigi hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, das bestehende Fernwärmenetz in Greppen zu übernehmen. Zudem werden in Küssnacht bereits erste Fernwärmeleitungen verlegt.

Haltikon – Bereits im September haben die Agro Energie Rigi und die Sägerei Zimmermann eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche die Übernahme der bestehenden Heizzentrale und des Fernwärmenetzes Greppen regelt. Demnach wird in Zukunft die Agro Energie Rigi die Gemeinde Greppen mit Abwärme aus dem Energiezentrum in Haltikon beliefern. Die Bevölkerung wurde an der letzten Gemeindeversammlung im November durch den Gemeinderat entsprechend informiert. Der Gemeinde Greppen ist die Versorgungssicherheit der bestehenden Wärmebezüger ein Anliegen und möchte, dass auch Neubauten von der einheimischen, erneuerbaren Wärmeenergie profitieren können.

Erste Fernwärmeleitungen in Küssnacht verlegt

Aber auch in Küssnacht selbst schreitet das Projekt voran. Sämtliche Einsprachen zum Baugesuch der Fernwärmeleitungen konnten bereinigt werden. Und in den letzten Wochen wurden bereits erste Fernwärmeleitungen vorverlegt – so beispielsweise in der Allmigstrasse in Küssnacht. Gemäss den Initianten soll es auch mit dem Energiezentrum Haltikon bald weitergehen: „Wir warten auf die Baubewilligung und werden dann schnellstmöglich die ganze Region Küssnacht mit umweltfreundlicher und preisgünstiger Fernwärme versorgen“, sagt der Initiant Baptist Reichmuth.

Baustart im Frühjahr 2015 geplant

Sämtliche Fragen zum Projekt Energiezentrum Haltikon sind nun soweit beantwortet, dass man einen Entscheid der Baubewilligungsbehörde anfangs Jahr erwarten kann. Wenn der Bewilligungsentscheid des Bezirks nicht angefochten wird, kann im Frühjahr 2015 mit den Bauarbeiten angefangen werden. Im Herbst 2016 könnte so die Stromproduktion gestartet werden und die ersten Haushalte mit ökologischer Abwärme versorgt werden.

Immensee wird mit Fernwärme versorgt

Das grosse Interesse aus Immensee hat die Agro Energie Rigi dazu veranlasst ebenfalls den Ausbau des Fernwärmenetzes nach Immensee zu beschleunigen. Zurzeit ist das Baugesuch für die Erschliessung von Immensee in Vorbereitung. Baptist Reichmuth sagt dazu: „Unsere umweltfreundliche Fernwärme hat den Vorteil, dass wir Abwärme aus der Ökostromproduktion verwenden können und diese so kostengünstig anbieten können“.

11.12.2014

Bevölkerung steht hinter Agro Energie Rigi

Aus der Bevölkerung von Küssnacht gab es keine Einsprachen gegen das Baugesuch für das Energiezentrum Haltikon. Dies ist zusammen mit den bereits über 300 interessierten Wärmekunden ein klares Zeichen für die Unterstützung der AGRO Energie Rigi. Bezüglich des Baugesuchs für die kilometerlangen Fernwärmeleitungen durch den ganzen Bezirk gab es von privater Seite nur einen einzigen Einsprecher.

Küssnacht. - Die AGRO Energie Rigi plant ein modernes Energiezentrum in Haltikon, um die Region Küssnacht mit Ökostrom und Fernwärme zu versorgen. Die Energiestadt Küssnacht kann durch dieses Leuchtturmprojekt ihre Ziele bezüglich erneuerbarer Wärme- und Ökostromproduktion problemlos erreichen ohne einen Steuerfranken zu investieren. Der Standort direkt neben der grössten Sägerei der Schweiz, der Schilliger Holz AG, macht einen effizienten Betrieb des Holzheizkraftwerks und der Holzpelletsproduktion möglich.

Weniger Lastwagenverkehr

Da ein grosser Teil des anfallenden Restholzes der Sägerei Schilliger direkt vor Ort verwertet werden kann, fallen jährlich rund 3600 LKW-Zu- und Wegfahrten weg. Das für die Papierproduktion geeignete Restholz wird weiterhin von der Firma Schilliger Holz AG nach Perlen transportiert. Anstelle einer Leerfahrt von Perlen zurück nach Haltikon, kann der LKW bei der Rückfahrt zukünftig Altholzschnitzel der Firma Düring in Ebikon zum Energiezentrum Haltikon transportieren. Somit werden keine zusätzlichen LKW-Fahrten durch den Altholztransport generiert.

Saubere Luft

Das moderne Holzheizkraftwerk hat strenge Emissionsvorschriften der eidgenössischen Luftreinhalte-Verordnung einzuhalten. Emissionen werden kontinuierlich gemessen und der Kanton ist für die Kontrolle zuständig. Zudem unterliegen grosse Anlagen strengeren Auflagen als kleinere Anlagen. Die kleineren und die Jahre gekommenen Holzfeuerungen der Firma Schilliger AG und weiteren Firmen in der Holzbearbeitungsbranche in der Region Küssnacht werden durch das moderne und effiziente Energiezentrum Haltikon ersetzt.

Richtige Grösse

Das Holzheizkraftwerk mit einer thermischen Inputleistung von 20 MW (Zum Vergleich: das Atomkraftwerk Leibstadt hat eine Reaktorleistung von 3600 MW) ermöglicht die effiziente Ökostromproduktion aus Holz mittels Dampfturbine. Die Abwärme der Stromproduktion wird für die Warmwasseraufbereitung genutzt. Der grosse Wärmespeicher ermöglicht die Entkopplung der Strom- und Wärmeproduktion vom Wärmeverbrauch durch die Wärmebezüger. Ein grosser Teil der Wärme wird direkt von der Schilliger Holz AG für die Holztrocknung verwendet. Der Rest steht für Haushalte und Betriebe zur Verfügung, welche ans Fernwärmenetz angeschlossen sind. Neben dem Zentrum von Küssnacht sollen auch die Gebiete Immensee, Fänn, Greppen, sowie Udligenswil und Adligenswil mit Fernwärme erschlossen werden.

Breite Unterstützung

Noch vor Weihnachten wurden die Baugesuche für das Energiezentrum in Haltikon und die Fernwärmeleitungen in Küssnacht eingereicht. Nach Ablauf der Einsprachefristen haben insgesamt fünf Parteien in den Baugesuchsverfahren Einsprache erhoben, dabei ist eine Einsprachegruppe mit vier privaten Einsprechern aus Udligenswil. Die AGRO Energie Rigi behandelt alle Anliegen mit grösster Sorgfalt und wird das Gespräch mit allen Einsprechern suchen. Obwohl die Einspracheberechtigung der ausserkantonalen Parteien rechtlich geprüft werden muss, werden auch die Fragen aus Udligenswil sehr ernst genommen. Aus diesem Grund findet am 22. April um 19:30 Uhr im Pfarreisaal in Udligenswil ein öffentlicher Informationsanlass statt.

Wir arbeiten täglich an der Energiewende

Während sich andere mit Studien zur Energiewende befassen, arbeitet die AGRO Energie Rigi täglich an der Umsetzung der Energiewende. Es ist die Vision der AGRO Energie Rigi, die Region Küssnacht ohne Atom- und Kohlestrom zu versorgen und CO2-neutral Ökostrom und Wärme mit lokalen Ressourcen zu produzieren. „Wir sind vom Erfolg des Projekts Energiezentrum Haltikon überzeugt, weil es nicht nur umweltfreundlich ist, sondern die regionale Unabhängigkeit und die lokale Wertschöpfung erhöht", sagt der Initiant, Baptist Reichmuth.

26.03.2014