Anlage

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Energiezentrum Haltikon

Auf dem Areal der Schilliger Holz AG kommt das Energiezentrum Haltikon zu stehen. Das Energiezentrum produziert erneuerbaren Strom und Wärme. Es besteht aus einem modernen Holzheizkraftwerk (HHKW), einem Wärmespeicher und einer Pelletieranlage. Das neue HHKW ersetzt die bisherige und in die Jahre gekommene Holzfeuerung der Schilliger Holz AG, produziert Strom und Wärme und verteilt die Wärme über ein Fernwärmenetz.

Energieträger

Im Energiezentrum Haltikon werden das Restholz der Sägerei (51%), regionales Altholz (41%) und frische Waldhackschnitzel (8%) aus der Umgebung energetisch genutzt. Holz ist ein erneuerbarer und CO2-neutraler Energieträger.

Leistung

Die Rostfeuerung des HHKW ist auf eine Spitzenleistung von 20 MW thermischer Input ausgelegt.

Stromproduktion

Die bei der Verbrennung entstehende Wärme wird für den Betrieb einer 4.5 MW Dampfturbine mit Generator genutzt. Somit werden jährlich rund 32 Mio. kWh nachhaltigen Strom für das öffentliche Netz produziert. Dies entspricht dem Strombedarf von 8 000 Haushaltungen.

Wärmeproduktion

Die bei der Stromproduktion anfallende Abwärme wird in einem Wärmespeicher gesammelt und nach entsprechendem Bedarf ans Fernwärmenetz abgegeben. Das Energiezentrum produziert pro Jahr 60 Mio. kWh Wärme für das Fernwärmenetz. Diese Wärmemenge entspricht ungefähr dem Wärmebedarf von 6 000 Haushaltungen, bzw. 7.5 Mio. Litern Heizöl, die eingespart werden können.

Pelletsproduktion

Aus 125‘000 m3 anfallendem Sägemehl der Schilliger Holz AG werden rund 40 000 m3 Pellets produziert. Diese werden mittels Abwärme des Rauchgases getrocknet. Diese Abwärme müsste ohne Pelletsproduktion an die Umgebung abgegeben werden.

 

Eine Fernwärmeversorgung funktioniert wie eine riesige Zentralheizung: Statt in jedem Gebäude einzeln, wird für eine ganze Region die Wärme zentral erzeugt und den Kunden zugeleitet.

  1. Aus Abfallholz der Schilliger Holz AG sowie regionalem Alt- und Kompostholz wird Strom und Wärme erzeugt.
  2. Durch die Verbrennung entsteht Wärme. Diese treibt eine Turbine mit Generator an und produziert Strom für das öffentliche Netz. Die dabei entstehende Abwärme wird an das Fernwärmenetz abgegeben.
  3. Abgase werden gereinigt und entschwadet.
  4. Ein grosszügig dimensionierter Speicher sammelt die Wärme, sorgt so für einen gleichmässigen Betrieb und erhöht die Versorgungssicherheit.
  5. Das kilometerlange Rohrleitungsnetz versorgt Betriebe und Haushalte mit natürlich regionaler Wärme.
  6. Der Wärmetauscher in Ihrem Haus entnimmt die erforderliche Wärmemenge. Das abgekühlte Wasser der Fernwärmeleitung fliesst in einem geschlossenen Kreislauf zurück ins Energiezentrum.
  7. Fernwärme wird für Heizung, Lüftung und Warmwasser verwendet.
  8. Als Zusatzprodukt wird Sägemehl zu Pellets verarbeitet und an Kunden geliefert.